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Carola Smith

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Die letzten Fragen.

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    Mein Sohn (14) isst so viel Fleisch. Wie kann ich ihm das Gemüse schmackhaft machen?

    Willkommen im Boot! Auch einer meiner Söhne bevorzugt Fleisch zu Gemüse. Wie ist denn die Ernährung Ihres Sohnes sonst so? Isst er auch die Beilagen dazu? (Vollkorn-)Reis, (Vollkorn-)Nudeln, oder Couscous, Kartoffeln (gedünstet, püriert, gebraten – aber bitte nicht frittiert), Linsen, Knödel, Salat, etc… Selbstgemachte Gemüsesuppen (Cremesuppen) vor einer Mahlzeit sättigen gut und bringen Gemüse in den Speiseplan. Die Sauce von einem Fleischragout (Fleischeintopf) lässt sich wunderbar mit Gemüse erweitern (und pürieren wenn es sein muss). Ideal Karotten (aber nicht zuviel, das wird süß), Gelbe Rübe, Sellerie, Petersilwurze,… Das schmeckt gehaltvoller und Ihr Sohn erkennt, dass Gemüse eine geschmackvolle Bereicherung sein kann. Bei der Sauce Bolognese weniger Faschiertes hineingeben, dafür ein Suppengrün hineinreiben. Meine Söhne bevorzugen diese Variante gegenüber der reinen Fleischsauce. Ansonsten zusätzlich reichlich Obst anbieten, um etwas Rohkost und Abwechslung in die Ernährung zu bekommen. Vielleicht möchten Sie mir rückmelden, ob der eine oder andere "Trick" funktioniert hat?

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    Haben Sie vielleicht einen Vorschlag, wie man Kindern von Anfang an angewöhnen kann, alles zumindest mal zu probieren? Ich habe viele bekannte deren Kinder sich strikt weigern, Neues zu probieren. Bei anderen hingegen klappt das hervorragend. Jetzt erwarte ich selber ein Kind und Frage mich, wie ich das von Klein an unterstützen kann. danke

    Sobald Beikost am Speiseplan steht, wird es interessant für die Geschmacksknospen! Beherzen Sie die gängigen Beikost-empfehlungen. Zuerst geben Sie nach und nach mildes Gemüse wie Karotten, Kartoffeln, Pastinaken, Kürbis, Zucchini, Süßkartoffeln. Obst als Nachspeise ist auch toll, aber achten Sie darauf, dass es nicht zu süß wird. Bringen Sie einfach Abwechslung in den Speiseplan, dann gewöhnt sich Ihr Kind an unterschiedliche Geschmäcker und akzeptiert diese leichter. Langsam aufbauen, nicht gleich alles innerhalb der ersten Monate. Wenn Sie die Bereitschaft Neues zu probieren fördern möchten, dann geben Sie Ihrem Kind eine Kost, die möglichst natürlich ist und natürlich schmeckt – und das von Anfang an. Geben Sie ihm Gemüsesticks zum Knabbern. Wenn noch recht zahnlos, dann Gemüsestücke vorgedünstet. Sie werden dann bald vor der Frage stehen, verwende ich Gläschenkost oder koche ich das Essen meines Kindes selber? Kosten Sie einfach Karottenbrei aus dem Glas und frisch gedünstete und pürierte Karotten. Babybreie selber herstellen ist nicht so aufwändig wie man glaubt. Einfach einmal ausprobieren. Grundausstattung: Pürierstab. Sie werden gleich mehr Brei zubereiten müssen, sonst kann es der Pürierstab nicht zerkleinern. Den Rest kann man ohne weiteres gut verschlossen 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Portionen einfrieren ist ebenso eine zeitsparende Möglichkeit. Hier können Sie an kostenlosen Workshops teilnehmen: www.richtigessenvonanfangan.at Das Geschmacksempfinden Ihres Schatzes wird sich laufend weiterentwickeln, weshalb man ein Lebensmittel mehrmals anbieten muss, bevor es akzeptiert wird. Sicherlich werden sich Vorlieben entwickeln. Erlauben Sie Ihrem Kind auch von Ihrem Essen zu kosten und machen Sie es neugierig. Denken Sie sich nicht: „Das wird mein Kind sicher nicht essen.“ Sie werden unter Umständen überrascht sein. Gönnen Sie Ihrem Kind mit allen Sinnen zu essen. Dazu gehören auch die Finger. Viel Spaß beim Saubermachen. :-)

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    Sollten Babys einen fixen Essensplan bekommen oder soll ich sie füttern, wenn sie Hunger haben? Bestimme ich es oder lasse ich sie bestimmen?

    Sie bestimmen das gemeinsam mit Ihrem Kind. Solange Sie ihr Baby stillen, wird es recht oft nach Muttermilch verlangen. Sobald mit Flaschennahrung begonnen wird, pendelt sich eine längere Sättigungsphase ein. Wenn Ihr Baby Hunger hat, soll es auch gefüttert werden. Sonst ist das ohnehin eine laute Angelegenheit. Sobald die Beikost dazu kommt (ab dem vollendeten 6. Monat) ist die Empfehlungen einzelne Milchmahlzeiten mit Beikost zu ersetzen. Es liegt in der Hand der Eltern dem Kind einen Rhythmus zu ermöglichen. Sie wissen dann, wann ihr Baby normalerweise schläft und isst. Besonders im ersten Jahr ist es wichtig auf diesen Rhythmus Rücksicht zu nehmen. Ruhe und Rhythmus ist eine gute Basis für ein ausgeglichenes Baby. Und somit für ausgeglichene Eltern.

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    Was halten Sie davon, Babys und Kinder vegan zu ernähren oder vegetarisch?

    Vegetarische und vegane Lebensweise setzen ein gutes Ernährungswissen voraus. Menschen, die diese Ernährungsformen wählen, sind bewusste Konsumenten und legen auf frische Lebensmittel und selbstgekochte Speisen großen Wert. Meistens werden Produkte aus Bio-Produktion bevorzugt. Das sind alles sehr positive Aspekte. Thema bei vegetarischer Kost und Kinder ist hauptsächlich: Eiweiß & Eisen. Wird eine ovo-lacto-vegetabile Kost (also vegetarisch mit Eier und Milch) ausreichend mit eiweißreichen (Hülsenfrüchte) und eisenhaltigen (Vollkorngetreide, Eigelb, Brokkoli, Erbsen, etc…) Lebensmitteln ergänzt, ist das überhaupt kein Problem. Eisen kann mit Unterstützung von Vitamin C besser vom Körper aufgenommen werden. Verweigert Ihr Kind aber diese Lebensmittel, würde ich auf Bio-Fleisch zurückgreifen. Eisen ist bekannt dafür, dass es reichlich in „rotem Fleisch“ also Rind, Wild, Lamm vorkommt. Tatsächlich enthalten 100g Ei mehr Eisen als 100g Schweinefleisch. Vegane Kost würde ich im Baby und Kindesalter nicht empfehlen.

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    Meine Tochter (14) ist zu viel Süßes! Und dann isst sie wieder gar nichts! Wie kann ich ihr ein gesundes Essverhalten beibringen?

    Ihre Tochter ist jetzt in einem Alter, in dem sie sehr auf ihr Äußeres achtet? Sie versucht wahrscheinlich ihr Gewicht zu halten, oder abzunehmen, indem sie gar nichts isst? Heißhunger ergibt sich immer aus einem Mangel an Nährstoffen. Der Körper versucht diese Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) einzufordern. Wir Menschen reagieren aber falsch und stillen Heißhunger mit Süßigkeiten. Dadurch entsteht ein Teufelskreis. Heißhungerattacken lassen sich nur mit nährstoffreicher Kost in den Griff bekommen. Hat denn Ihre Tochter früher „normal“ gegessen? Wenn ja, dann haben Sie ihr bereits durch Vorbildwirkung richtiges Essverhalten beigebracht. Ist diese Situation neu? Kämpft Ihre Tochter mit Ihrem Gewicht? Hat es eine einschneidende Veränderung im Leben Ihrer Tochter gegeben? So wie Sie es beschreiben, könnte Ihre Tochter zu „Binge Eating“ tendieren. Das wäre dann eine ernstzunehmende Essstörung. Ich darf Ihnen diese Servicestelle empfehlen. Hier lässt sich abklären, was Ihre Tochter braucht. http://www.essstoerungshotline.at

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    Meine beiden Kinder, 10 und 13, haben eigentlich immer alles gegessen und waren nicht heikel. Urplötzlich verschmähen sie beinahe alles, sogar Knödel, Nockerl, Gnocci....sie meinen, das sieht einfach so eklig aus. Das einzige für das ich sie begeistern kann, sind Spaghetti und Erdäpfel als Beilage. Was meinen Sie, hat dieses Verhalten für einen Hintergrund?

    Kinder gehen in den verschiedensten Bereichen mit ihrer „Peer Group“. Unter Umständen kommen sie jetzt in ein Alter, wo Gleichaltrige vorgeben was "angesagt" ist. Das fängt bei Handys an, geht über Musikgeschmack und Kleidung bis zum Essen. Dann wird Fast Food & Co „in“ und das was zu Hause angeboten wird, ist plötzlich „out“. Ich kenne Ihre Beziehung zu Ihren Kindern natürlich nicht. Aber ein weiterer Ansatzpunkt ist, dass ja Konflikte (beim Aufwachsen) auch über das Essen ausgetragen werden. Kinder versuchen sich mit dem Älterwerden abzugrenzen. Lehnen Vieles ab, was sie bisher angenommen haben. Was wir Eltern für gut und richtig halten, wird auf das Genaueste hinterfragt… Was auch immer die Gründe für den plötzlichen Sinneswandel sind. Die Frage, die sich stellt ist: Was nun? Natürlich können Sie nicht nur das kochen, was ihre Kinder sich wünschen. Ich würde einfach wie bisher abwechslungsreiches Essen auf den Tisch bringen. Ihre Kinder sind alt genug, zu verstehen, dass es Abwechslung geben muss und Sie auf keinen Fall doppelt kochen können. Reden sie darüber. Vielleicht finden Sie statt Nockerl & Co andere Speisen, die den Kindern schmecken? Beziehen Sie Ihre Familie in die Gestaltung des Speiseplans mit ein. Nehmen Sie sich einmal Zeit in Kochbüchern und Zeitschriften zu schmökern. Sie werden sehen, dass auch noch anderes als Spaghetti und Erdäpfel gefragt sein wird. Viel Erfolg & auch Geduld wünsche ich Ihnen.

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    Meine Kinder sind eigentlich sehr offen, was Neues Essen angeht, der Sohn einer Nachbarin hingegen isst nur Kartoffeln und gebratenes Fleisch. Woran liegt das und wie kann man das ändern?

    Einseitige Ernährungsvorlieben entstehen aus unterschiedlichsten Gründen. Man weiß, dass die Bereitschaft neue Lebensmittel probieren zu wollen und damit mit neuen Geschmäcker in Kontakt zu kommen, bereits ab Einführung der Beikost geprägt wird. Deshalb Kindern von Anfang an die unterschiedlichsten Lebensmittel roh und gekocht anbieten! Und das wiederhohlen, auch wenn sich das süße Kindergesicht beim ersten Mal verzogen hat. Das ist nicht immer einfach, denn Kinder merken sich schnell, was ihnen geschmeckt hat und sind dann oft recht konsequent. Wie kann man „einseitige Esser“ dazu animieren über den Tellerrand zu kosten? Wichtig ist eine gute Basis zu legen. Das bedeutet frisches Gemüse, Obst und Fleisch/Fisch schon für kleine Kinder selbst zu verarbeiten. Das ist nicht immer so aufwendig wie es scheint. Gläschenkost ist natürlich praktisch, aber kann mit dem unverwechselbaren Geschmack selbst zubereiteten Essens nicht mithalten. Voraussetzung ist weiteres, dass wir Eltern ausgewogen essen und so vorleben, was wir uns für unsere Kinder wünschen. Neben den Eltern leisten Kindergrippe, Kindergarten und Schule eine wichtige Vorbildfunktion, die unbedingt wahrgenommen werden muss. Hier hat man als Eltern durchaus Mitspracherecht. Bitte bestehen Sie auf die tägliche gesunde Jause. Was Freunde essen ist meist angesagter, als was Mama und Papa zu Hause vorgeben. Und bitte nicht vergessen, dass schon kleine (Ernährungs-) Veränderungen sehr wertvoll sind.

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    Mich würde interessieren, ob man Kinder essen lassen soll, so oft und so viel wie sie wollen oder ob man ihnen diesbezüglich Vorgaben geben muss. Danke

    Danke für diese Frage, denn das ist ein wichtiger Punkt in der Prägung von Ernährungsgewohnheiten. Die Basis sollte sein, dass Kinder ihr Essen in Ruhe genießen können. Ohne Hektik, ohne Radio und ohne Fernseher. Ein optimaler Start in den Tag ist ein gemeinsames Frühstück. Genügend Zeit einplanen um Stress zu vermeiden. Frühstücksmuffel nicht überfordern und nur kleine Portionen anbieten. Essen Sie, so oft es Ihr Alltag zulässt, gemeinsam mit Ihrem Kind und das in angenehmer und positiver Atmosphäre. Verschieben Sie heikle Themen auf später. Eine Regelmäßigkeit der Mahlzeiten macht durchaus Sinn! Besonders für die Konzentrationsfähigkeit von Schulkindern. Als Zwischenmahlzeiten eignen sich Snacks, die wenig Kalorien dafür viele Vitalstoffe liefern. Optimal: Sie schneiden Obst in mundgerechte Stücke - das macht Obst essen für Kinder attraktiver. Kinder können auch Fruchtjoghurts selber zubereiten. Verzichten Sie auf Kuchen und bieten Sie statt dessen Vollkornbrot mit Butter an. Es spricht meist nichts dagegen, dass sich Ihr Kind bei den Hauptmahlzeiten selber aussucht wieviel es essen möchte. (Vorausgesetzt es gibt eine ausgewogene Kost.) Ihr Kind sollte ja lernen sein natürliches Sättigungsgefühl wahrzunehmen. Das ist besonders wichtig für später, wenn Eltern weniger Einfluss auf Ihre Kinder haben. Erinnern Sie Ihr Kind deshalb sein Essen nicht runterzuschlingen, sondern gut zu kauen. Bei Mehlspeisen, Süßigkeiten, Chips, Fruchtgummis etc... setzt das Sättigungsgefühl sehr spät ein. So können Kinder viel davon essen und nehmen so viel Zucker, Fett, Salz & Zusatzstoffe zu sich. Hier sind Vorgaben der Eltern auf jeden Fall sinnvoll!

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