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Angela Mörixbauer

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Die letzten Fragen.

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    Ich habe bemerkt, dass meine Freundin Bulimie hat. Wie soll und kann ich sie drauf ansprechen?

    Liebe Userin, das ist ein schwieriges Thema, weil die Betroffenen, wenn man sie direkt darauf anspricht oft "zumachen" und das Problem leugnen. Sie können versuchen, das Gespräch z. B. auf einen entsprechenden Zeitschriftenartikel zu lenken, der Ihnen zufällig in die Hände gekommen ist, ohne jedoch auf ihre Freundin direkt Bezug zu nehmen. Oder, wenn es passt, einen Infofolder zum Thema bei Ihnen in der Wohnung liegen lassen, den die Freundin dann sehen kann. Weitere Tipps können Ihnen sicher die Expertinnen des FEM (Frauen-Eltern-Mädchen Gesundheitszentrum) geben, dies sind geschulte Psychologinnen, die sich mit Essstörungen perfekt auskennen: www.fem.at oder Tel. (01) 47 615 - 5771. Alles Gute und herzliche Grüße Angela Mörixbauer

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    Ich kann nur mit Essen entspannen und abschalten. Essen beruhigt mich ungemein. Eine Alternative habe ich bis jetzt nicht gefunden. Was soll ich tun?

    Überlegen Sie in einer ruhigen Minute, in welchen Situationen Sie sich in der letzten Zeit oder auch früher entspannt gefühlt haben. Vielleicht finden Sie Situationen, in denen nicht das Essen sondern etwas anderes zur Entspannung beigetragen hat und verfolgen Sie die gefundene Strategie weiter. Versuchen Sie, eine Entspannungstechnik zu erlernen, etwa die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen oder das sogenannte Achtsamkeitstraining (Mindfullness-Based Stress Reduction, MBSR, nach Jon Kabat-Zin). Für beides gibt es gute Bücher oder Übungs-CDs bzw. Kurse an VHS. In der Zwischenzeit legen Sie sich zumindest kalorienarmes Essen bereit, das sich nicht zu sehr auf den Bauch oder die Hüften schlägt. ZB vorgeschnittenes Obst und/oder Gemüse in Dosen. Oft hilft schon das Knabbern zum Herunterkommen. Oder versuchen Sie, einige Wochen lang, ganz bewusst zum Entspannen einen 15minütigen Spaziergang um den Häuserblock - egal bei welchem Wetter, einfach nur 15 Minuten gehen. Yoga oder Meditationen sind ebenfalls eine gute Methode der Entspannung. Es geht vor allem darum, dass Sie bewusst einen anderen Mechanismus statt des Essens einbauen. Den ersten Schritt haben Sie bereits gemacht: Es ist Ihnen bewusst, dass Sie mit Essen entspannen. Aber um eine Gewohnheit durch eine andere zu ersetzen, braucht es viele Wiederholungen (1-2 Monate lang), damit das neue Verhalten wiederum zur Gewohnheit wird. Bleiben Sie dran! Alles Gute Angela Mörixbauer

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    Liebe Frau Mörixbauer, ich möchte die Ernährung meiner Familie ein wenig umstellen: Mehr Gemüse, mehr frisch gekochtes, mehr Fisch - einfach etwas gesünder. Haben Sie vielleicht einen Tipp wie ich das meinem Mann und meinen zwei Kindern (7 und 9) am besten verkaufen kann bzw. ihnen erklären, dass es wichtig ist, sich gut zu ernähren?

    Liebe sunny7-Userin, ich würde das gar nicht großartig erklären, sondern schrittweise die Rezepte ändern bzw. neue Gerichte anbieten. Beim Essen generell und bei Männern und Kindern im Speziellen ;-) zieht das Gesundheitsargument nicht wirklich. Es geht vielmehr darum, ob es schmeckt. Ich würde daher so beginnen, dass Sie in bekannte Speisen schrittweise mehr Gemüse "unterjubeln". Das geht bei manchen Gerichten recht gut: zB Karotten, Sellerie und Zucchini unter die Bolognesesoße oder andere pikante Soßen raspeln und den Fleischanteil geringer werden lassen. Pürierte Gemüsesuppen (Kinder mögen Püriertes lieber, wenn sie keine Gemüsestücke sehen), Pizza, die Sie und Ihre Kinder selbst belegen mit viel Gemüse - z.B. in Mustern, etwa in der Flagge ihres Lieblingsferienlandes oder ihres Lieblingsfußballclubs. Für Kinder - auch wenn es Zeit erfordert - die Gerichte lustig anrichten. Gute Bücher - speziell für Kindergerichte, aber sie eignen sich natürlich auch für die "Großen" - sind die meiner Kollegin Inge Hanreich, zB "Pfiffige Rezepte für kleine und große Leute" oder "Coole Rezepte für Zwischendurch", mehr unter www.hanreich-verlag.at. Ansonsten würde ich mit Gemüsesorten bzw. anderen Zutaten beginnen, die Ihr Mann und die Kinder gerne essen. Wenn Kinder Salate nicht gern essen, kann es auch am Dressing liegen, das ihnen nicht schmeckt - auch hier verschiedene Öle, Essige ausprobieren. Oder jeder in der Familie erhält einen Tag, an dem er die Hauptmahlzeit aussuchen darf - einzige Vorgabe: es soll ein gemüselastiges und/oder Fischgericht sein, hier könnten Sie sich mit guten Gemüse-Kochbüchern wappnen, aus denen ausgesucht werden darf, z.B. können Sie das Buch "Kochen mit Gemüse" des Fonds Gesundes Österreich als pdf kostenlos unter http://www.fgoe.org/presse-publikationen/downloads/bucher herunterladen. Viele (Gemüse-, Obst- und Erdäpfel-)Rezeptbroschüren gibt es auch kostenlos bei der AMA: http://shop.ama-marketing.at/ . Falls Ihre Lieben Naschkatzen sind, verführen herumliegende Süßigkeiten oft zum unkontrollierten Zugreifen. Lagern Sie Süßigkeiten an einer schwerer zugänglichen Stelle und bereiten Sie einmal am Tag eine größere Menge Sticks aus knackigen Gemüse- und Obstsorten in einer Dose vor, die gut sichtbar irgendwo steht, dann greift man auch öfter zu. Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar Anregungen geben und wünsche Ihnen viel Erfolg! Vielleicht berichten Sie ja mal bei Gelegenheit, wie es Ihnen ergeht! Herzliche Grüße Angela Mörixbauer

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    Guten Tag. Der ganze Lebensmittelskandal hat mich nachdenklich gemacht. Und ich möchte von nun an bewusster einkaufen. Haben Sie Tipps für mich, wie ich beim Einkauf etwas für die Umwelt, Tiere und Gesundheit machen kann? Welche Produkte kann ich noch kaufen? Danke, lg Lisi

    Liebe Lisi, das kann ich gut verstehen. Ich kann hier nur kurze Anregungen geben, eine gute Website für weiterführende Infos zu nachhaltigem Lebensmitteleinkauf ist z. B. www.umweltberatung.at oder die Seite für nachhaltigen Einkauf des Lebensministeriums www.bewusstkaufen.at. Hier ein paar Tipps: Regional und saisonal einkaufen: Bevorzugen Sie v.a. Obst und Gemüse, das bei uns gerade Saison hat (einen Saisonkalender gibts zB bei der Umweltberatung). Das tut der Umwelt gut, weil lange Transportwege und Glashausware wegfallen und auch der Gesundheit, weil die Früchte reifer geerntet werden können und das den Nährstoffgehalt fördert. Bio-Produkte: schonen die Umwelt durch die nachhaltige Bodenbewirtschaftung und tragen durch artgerechte Tierhaltung zum Tierschutz bei. Zudem gehören Bio-Lebensmittel zu den am intensivsten kontrollierten Lebensmitteln. Fleisch und Wurstwaren nur 3-4 x pro Woche und ansonsten auf Gemüsegerichte setzen. Fleisch belastest die Kohlendioxidbilanz besonders stark. Insbesondere bei Fleisch auch auf das AMA-Gütesiegel achten - hier ist garantiert, dass das Tier in Österreich geboren, aufgezogen und geschlachtet wurde. Beim Fischeinkauf heimische Fische bevorzugen bzw. bei Meeresfischen auf das MSC-Gütesiegel (v.a. bei Tiefkühlprodukten) achten, das wirkt der Überfischung entgegen. Viel mehr Infos dazu gibt es auf den beiden erwähnten Webseiten. Ich hoffe, dass hilft dir weiter. Liebe Grüße Angela

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    Liebe Frau Mörixbauer, ich habe ziemlich hohen Eisenmangel, die Tabletten aus der Apotheke schlagen mir allerdings auf den Magen. Haben Sie vielleicht einige Tipps, wie ich mit Hilfe der Ernährung mehr Eisen zu mir nehmen kann? DANKE

    Liebe Userin, ich würde jedenfalls nochmal mit dem Arzt reden, ob er Ihnen zB einen Magenschoner verschreiben kann. Wenn es wirklich sehr starker Eisenmangel ist, kann es schon sinnvoll sein, ein Präparat einzunehmen, bis der Eisenspiegel wieder dort ist, wo er sein soll. Von der Ernährungsseite her, können Sie gezielt auf folgende eisenreiche Lebensmittel setzen: Fleisch, Fisch, Geflügel, hin und wieder Leber (falls Sie keine Vegetarierin sind; der Körper kann übrigens das Eisen aus tierischen Lebensmitteln besser aufnehmen, als jenes aus pflanzlichen) eisenreiche Gemüsesorten wie Spinat, Schwarzwurzeln, Erbsen, Bohnen, Linsen, Eierschwammerl Vollkorngetreide (insbesondere Hirse ist reich an Eisen) Zusätzlich sollten Sie folgendes beachten: Kombinieren Sie zu pflanzlichen Eisenquellen Vitamin-C-Reiches wie Zitrusfrüchte, Paprika, Erdbeeren, Sanddornbeeren(saft), Johannisbeeren - das verbessert die Eisenausnutzung aus pflanzlichen Lebensmitteln. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Herzliche Grüße Angela Mörixbauer

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    Ich habe immer mehr Studien und Berichte gelesen, dass Milch und MIlchprodukte schlecht für den Körper sind. Stimmt das? Was sagen Sie dazu?

    Liebe Userin, Milch wird sehr emotional und oft unsachlich diskutiert. Oft steckt da eher eine Weltanschauung als fachliches Wissen dahinter. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sind Milch und Milchprodukte im Rahmen unserer Ernährungsweise wertvolle Bestandteile einer ausgewogenen Kost. Manche argumentieren damit, dass Milch verschleimen würde - aber das wurde in Studien bereits mehrmals widerlegt. Möglicherweise kommt das aus dem Asiatischen Raum, wo die erwachsene Bevölkerung aus genetischen Gründen fast zur Gänze keinen Milchzucker verdauen kann, weil ihnen das Enzym, die Laktase, im Darm fehlt. Das ist in Europa jedoch anders. Nach Schätzungen sind in Österreich etwa 15-20 % der Bevölkerung betroffen und auch das in unterschiedlichsten Abstufungen, so dass manche der Betroffenen geringe Mengen Milch und v. a. Sauermilchprodukte ohne Beschwerden vertragen. Milch und Milchprodukte liefern lt. Erhebungen des letzten Ernährungsberichts mehr als die Hälfte des Kalziums in unserer Nahrung. Würde diese Lebensmittelgruppe ersatzlos gestrichen, hätten wir ein Problem mit der Kalziumversorgung, die für die Bildlung und Erhaltung von Knochen und Zähnen wichtig ist. Der Körper kann zudem das Kalzium aus der Milch besser verwerten als aus pflanzlichen Quellen. Milch macht auch nicht per se dick. Offenbar scheint es so, dass das Kalzium und bestimmte Teile des Molkenproteins im Körper einer übermäßigen Fettansammlung sogar entgegenwirken. Kalorieneinsparen kann man aber zusätzlich, indem man zu fettreduzierten Milchprodukten greift, die heute auch geschmacklich schon sehr ansprechend sind. Dass Milch Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes & Co fördern würde, ist aus der Studienlage heraus ebenfalls nicht belegt. Bei Studien und Berichten, sollte man immer hinterfragen, woher sie stammen, welche Beweggründe hinter der Berichterstattung liegen und oft werden auch Äpfel mit Birnen verglichen. Etwa die oben angesprochene kritiklose Übernahme von TCM-Ernährungsempfehlungen auf unseren Kulturkreis. Falls also keine diagnostizierte Milcheiweißallergie oder Laktoseintoleranz vorliegt, spricht aus ernährungswissenschaftlicher Sicht gar nichts gegen den Genuss von Milch und Milchprodukten. Ganz im Gegenteil! Ich persönlich esse schon mein Leben lang und auch sehr gerne Milchprodukte: Fruchtshakes, Milchreis, Käse (ich liebe Käse :-), ich trinke meist Fruchtmolke mit Wasser verdünnt als Durstlöscher und wenn Erdbeerzeit ist, könnte ich mich in Erdbeeren mit einer Mischung aus Joghurt und Sauerrahm eingraben ;-) Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort weiterhelfen! Herzliche Grüße Angela Mörixbauer

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    Guten Tag. Ich ernähre mich eigentlich sehr gesund. Esse zum Beispiel ein Müsli in der Früh oder 2 Scheiben Brot mit Hummus und Tomaten, zu Mittag meistens VK-Nudeln mit Gemüse, Fleisch oder Tofu. Ich esse so viel, dass ich satt aber nicht voll bin. Und am Abend, wenn ich nach der Arbeit heimkommen, weiß ich meistens nicht WAS ich essen soll. Die einen sagen: kein Kohlenhydrate am Abend, die anderen lassen das Abendessen gleich weg usw. Ich will auch nicht so viel Zeit mit dem Zubereiten verbringen. Also weiß ich nicht, was ich essen soll und wenn ich mich dann mal für was entschieden habe, esse ich immer zu viel! Meistens das doppelte von dem, was ich mittags gegessen habe: als so 2-3 Toast und dann noch Schokolade oder Erdnüsse. Ich weiß nicht, aber am Abend macht das Essen mehr Spaß. Ich hab schon alles probiert. Vorher Sport machen oder zu MIttag wenig essen oder mehr essen oder nachmittags noch ne Kleinigkeit dazu - egal am Abend (besonders mit Freunden) kommt das große Fressen! Mir ist klar, das ist was psychologisches. Aber was kann ich tun? Stricken statt essen? :)

    Liebe Userin, Stricken ist eine Alternative ;-) Aber Scherz beiseite, Stricken löst ihr Problem auch nicht. Die großen Mengen am Abend können mehrere Ursachen haben, welche für Sie zutrifft, kann ich an dieser Stelle leider nicht beurteilen. Manche essen nachmittags gar nichts und entwickeln dadurch Heißhungergefühle, die dazu führen, dass man abends über den Kühlschrankinhalt herfällt, schnell isst und dadurch zu viel isst (unser Sättigungsgefühl braucht etwa 15-20 Min. vom Beginn einer Mahlzeit, bis wir es tatsächlich spüren; isst man in dieser Zeit sehr schnell, kommt eine größere Menge zusammen, bis wir unser Sättigungsgefühl wahrnehmen). Was Sie abends essen - dafür gibt es in der Ernährungswissenschaft keine strenge Vorgabe. Der einzige Tipp: Es sollte nicht besonders fettreich sein, weil das Essen dann länger im Magen verweilt und auf innere Organe drücken kann, wenn Sie sich schlafen legen. Und: Die letzte Hauptmahlzeit sollte 2-3 Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen stattfinden, weil ansonsten der Magen noch zu sehr gefüllt ist. Ein weiterer Grund, den Sie indirekt angesprochen haben: Der Abend verleitet zum Mehr-Essen oder Dahin-Essen, insbesondere vor dem Fernseher. Man greift unkontrolliert und nebenbei zu Schoko, Nüssen und Knabberartikeln und übersieht so die Menge. Oder man verbringt den Abend mit der Familie und Freunden beim Essen, redet angeregt, trinkt vielleicht etwas Wein oder Bier und Alkohol wirkt zusätzlich Appetitanregend. Einige Tipps: Machen Sie sich eine Art Wochenplan für Ihr Abendessen und berücksichtigen Sie das bereits beim Einkauf. So brauchen Sie nur einmal überlegen und nicht jeden Tag spontan entscheiden, was sie essen. Das nimmt Stress weg und verhindert unkontrolliertes Dahin-Essen von Dingen, die herumliegen (Schoko, Nüsse...). Ob Sie abends nun Süßes wie Milchreis, Palatschinken oder Grießauflauf essen oder Pikantes wie eine kalte Jause mit (Vollkorn)Brot, Käse, Schinken und Gemüse, Gemüseauflauf, wärmende Suppen oder Pastagerichte macht dabei wenig Unterschied. Versuchen Sie, nachmittags einen kleinen Snack einzubauen, der dem Heißhunger bis zur Abendmahlzeit keine Chance gibt: Ein Joghurt, ein Weckerl mit Kräutertopfen und Paprikastreifen, ein Stück Obst... Das hilft oft schon, um nicht mit Hunger zu Hause anzukommen. Schokolade ist übrigens auch völlig ok. Es kommt halt auf die Menge an. Legen Sie sich ein, zwei Rippen bereit, die Sie dann aber auch mit gutem Gewissen, langsam und mit Genuss auf der Zunge zergehen lassen. Verbieten Sie sich nichts, das ruft nur noch mehr Verlangen hervor. Falls Sie vor dem Fernseher etwas zu knabbern "brauchen", versuchen Sie es mal mit vorbereiteten knackigen Gemüsesticks aus Karotten, Gurken, Selleriestangen, Radieschen, Paprika und einem Joghurt-Kräuter-Dip. Wenn es einmal vorgeschnitten ist, greift man auch da gerne zu. Bereiten Sie sich eine große Kanne Tee vor. Viel trinken lenkt auch oft vom Gusto ab. Eher Kräuter- und Früchtetee, weil Schwarztee aufgrund des Koffeingehaltes sonst das Einschlafen erschwert. Das Abendessen völlig zu streichen, halte ich für keine gute Idee. Der Heißhunger kommt ohnehin und dann ist die Gefahr groß, dass man erst recht unkontrolliert über seine Vorräte herfällt. Vielleicht klappt das ja mit dem Wochenplan und einem zusätzlichen kleinen Nachmittagssnack bei Ihnen! Viel Erfolg und herzliche Grüße Angela Mörixbauer

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    Ist eine vegane Lebensweise auf Dauer wirklich gesund? Ich überlege meine Ernährung umzustellen. Danke für die Auskunft!

    Liebe Userin, grundsätzlich würde ich jemandem nur mit Vorbehalt raten, auf eine vollkommen vegane Lebensweise umzustellen, weil die Gefahr von Unterversorgungen mit bestimmten Nährstoffen groß ist. Wenn Sie es aus ethischen Überlegungen dennoch tun wollen, dann sollten Sie dabei einiges beachten: Kritische Nährstoffe sind v. a. Vitamin B12, B2, Kalzium und Eisen. Vitamin B12 kommt ausschließlich in tierischen Lebenmitteln vor (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte...). Zwar auch in milchsauer vergorenem Gemüse wie etwa Sauerkraut, wo es von den Milchsäurebakterien produziert wird, allerdings ist die Menge relativ gering. Vitamin B2 kommt in hoher Menge v. a. in Fleisch vor ebenso wie Eisen. Und für Kalzium sind Milchprodukte hierzulande die wichtigste Quelle. Ich würde daher den Vitamin- und Mineralstoffstatus der genannten Mikronährstoffe regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen, ob keine Unterversorgung vorliegt. Wenn doch, kann eine zusätzliche gezielte Supplementierung mit diesen Nährstoffen Sinn machen. Ansonsten auf pflanzlilche Quellen achten, die diese Nährstoffe liefern: Vitamin B12: milchsauer vergorenes Gemüse sowie mit Vitamin B12 angereicherte Produkte Vitamin B2: Vollkornprodukte, Champignons, Spinat Eisen: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Spinat, Eierschwammerl, Haferflocken, Hirse, Schwarzwurzeln - kombinieren Sie diese Lebensmittel mit einer Vitamin-C-Quelle, dann kann der Körper das pflanzliche Eisen besser aufnehmen Kalzium: Kalziumreiches Mineralwasser (sollte mind. 150 mg Kalzium pro L enthalten), Grünkohl, Fenchel, Lauch, Spinat, Brokkoli, Mandeln, Sesamsamen, Petersilie Vitamin K fördert ebenfalls die Knochenmineralisierung so wie Kalzium, daher Vitamin-K-reiche Blattgemüse wie Spinat, Vogerlsalat, Rosenkohl, Brokkoli und Karfiol häufig einbauen. Eiweiß ist kaum Problem, wenn Sie regelmäßig Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Sojaprodukte (Sojamilch, Tofu uä) einbauen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Infos weiterhelfen. Herzliche Grüße Angela Mörixbauer

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    Ich habe seit circa einem Jahr ziemlich dunkle Augenringe. Weiß aber nicht warum. Kann das mit einem Nährstoff-, oder Vitaminmangel zusammenhängen?

    Liebe Userin, mit dieser Frage sind Sie bei einem Arzt besser aufgehoben. Ob ein Nährstoff- oder Vitaminmangel vorliegt, kann man teilweise mit Blutanalysen feststellen - bitten Sie Ihren Arzt darum, so kann er gesicherte Aussagen machen und ev. - sollte tatsächlich ein Mikronährstoffmangel vorliegen - kurzfristig Vitamin- oder Mineralstoffpräparate geben bzw. Sie an eine Diätologin für eine individuelle Ernährungsberatung überweisen.

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    Liebe Frau Mörixbauer. Ich habe mir vor kurzem eine Schwammerlsauce mit ins Büro genommen, um sie dort aufzuwärmen. Meine Kollegin reagierte fast hysterisch, als ich sie in der Mikro erhitzen wollte. Ich habs dann einfach trotzdem gemacht und mir ist nix passiert. Aber was soll eigentlich das Gefährliche daran sein, Schwammerl wieder aufzuwärmen? Das konnte meine Kollegin nämlich nicht sagen.

    Liebe Userin, früher galt die Empfehlung, Schwammerlgerichte nicht nochmal zu erhitzen. Der Grund: Früher hatte nicht jeder Haushalt einen Kühlschrank und das Schwammerlgericht stand bei Zimmertemperatur. So konnten sich schädliche Mikroorganismen gut vermehren und das Gericht verderben, da Pilze aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts dafür sehr anfällig sind. Heutzutage kann man Pilzgerichte gut im KÜhlschrank aufbewahren, so dass sich Mikroorganismen nicht oder nur schlecht vermehren können. Ein nochmaliges Aufwärmen (wichtig ist nur, dass Sie das Gericht gut durcherhitzen) ist daher gesundheitlich kein Problem. Dasselbe gilt übrigens auch für Kartoffeln. Zur Mikrowelle gibt es ebenfalls immer wieder Schreckensmeldungen, wonach die Mikrowellenstrahlung schädlich sein soll. Das ist jedoch aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ebenfalls nicht der Fall. Die heutigen Geräte sind so sicher, dass keine Strahlung austritt. Und im Lebensmittel selbst, bewirkt Mikrowellenstrahlung lediglich, dass sich die im Lebensmittel vorhandenen Wasserteilchen so schnell bewegen, dass schließlich das Lebensmittel bzw. die Speise erhitzt wird. In Summe ist das Erhitzen in der Mikrowelle oft sogar vitaminschonender als das Kochen am Herd.

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