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Wernfried Gappmayer

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    Mein Frauenarzt ist ziemlich alt und merkwürdig, richtig schrullig. Ich fühle mich nicht wohl bei ihm und bin auf der Suche nach einem neuen. Haben Sie Tipps, wie ich einen guten finden kann?

    Die Suche nach einem „passenden“ Frauenarzt / einer „passenden“ Frauenärztin ist gar nicht so einfach. In der Geburtshilfe wie in der Gynäkologie ist ein stabiles Vertrauensverhältnis von besonderer Bedeutung. Eine entscheidende Frage sollte sein, ob Sie einen Wahlarzt oder einen Kassenarzt aufsuchen möchten. Die Vorteile beider Varianten liegen auf der Hand: die Kosten für den Kassenarzt übernimmt die Krankenkasse, die Kosten für den Wahlsarzt werden nur zum Teil rückerstattet. Für den Wahlarzt spricht, dass er /sie sich deutlich mehr Zeit für Sie nehmen kann. Und Sie in der Regel nicht so lange auf einen Termin zu warten brauchen. Vor allem in der Stadt ist die Dichte an Frauenärzten sehr hoch - wer die Wahl hat, hat die Qual! Der beste Weg, nicht enttäuscht zu werden ist sicher der, sich im Freundinnenkreis umzuhören. Persönliche Referenzen sind am besten verwertbar. Sie können sich auch im Internet informieren. Der Internet-Auftritt eines Arztes verrät oft viel über seine Kompetenz und seine Wertigkeiten. Als Aushängeschild der Ordination kann er mehr oder weniger ansprechend sein… In vielen Fällen können Sie Rückschlüsse auf den Arzt, der dahinter steckt ziehen! Ein guter Gynäkologe sollte sich, vor allem bei Ihrem ersten Arztbesuch, genug Zeit für Sie nehmen. 30 Minuten sind mit Sicherheit die untere Grenze, die es braucht, um sich ein Bild von Ihnen und Ihren Bedürfnissen zu machen. Sie sollten vor jeder Untersuchung die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen und Fragen und Bedenken zu artikulieren. Natürlich ist die Qualität eines Gynäkologen in hohem Maß abhängig von seiner / Ihrer Kompetenz. Sich davon ein objektives Bild zu machen ist in Wahrheit wohl ziemlich schwierig. Orientieren Sie sich am Lebenslauf, an laufenden Fortbildungen und persönlichem Engagement (Vortrgäe, etc.) des Arztes / der Ärztin. Einen Experten für alles gibt es nicht! Ein veratnwortungsbewußter Arzt wird Probleme, die besonderer Abklärung bedürfen erkennen und Sie zum Spezialisten überweisen. Halten Sie sich zu guter Letzt vor Augen, dass Ihre Entscheidung ja rückgängig machbar ist. Und wenn Ihr erster Besuch beim neuen Frauenarzt / der neuen Frauenärztin enttäuschend verläuft, suchen Sie einfach weiter. Letztlich profitieren Sie am meisten von langjähriger und vertrauenswürdiger gynäkologischer Betreuung.

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    Was halten Sie eigentlich vom "Verhütungsfaden"? Is diese Verhütungsmethode wirklich sicher?

    Das „Verhütungsbändchen“ ist eine moderne Möglichkeit der Empfängnisverhütung. Es besteht aus einem Kunststofffaden, an dessen Ende Kufperperlen fixiert sind. Dieser Faden wird im Rahmen einer gynäkologsichen Untersuchung in der Gebährmutter fixiert und kann dort 5 Jahre liegen bleiben. Die Kupferperlen geben kontinuierlich Kupferionen ab, welche die Fähigeit besitzen, Spermien zu inaktivieren und so eine Befruchtung zu verhindern. Im Vergleich zu hormoneller Verhütung treten bei einem fachgerecht gelegten Verhütungsbändchen bei vergleichbarer Verlässlichkeit kaum Nebenwirkungen auf. Das Kupferbändchen ist im Vergleich zu herkömmlichen Spiralen deutlich kleiner und kann so problemlos auch bei jungen Frauen eingelegt werden. Wenn Ihr Frauenarzt Erfahrung mit dem Platzieren des Kupferbändchens hat, wird er in einer ausführlichen gynäkologsichen Untersuchung festgestellen, ob diese Verhütungsmethode für Sie geeignet ist. Sollte sich ein Bändchen innerhalb der ersten Wochen nachdem es gelegt wurde von selbst lösen ist es in der Regel kein Problem, einen kostenlosen Ersatz über die Firma zu bekommen. Dass das Kupferbändchen keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV, Herpes oder HPV bietet, versteht sich von selbst…!

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